Kniestabilisator

Ein Kniestabilisator dient zur postoperativen Unterstützung der Bänder. Dabei verfügt der Kniestabilisator herkömmlicherweise über ein Hufeisenkissen, dass die Kniescheibe stabilisiert und ein extraschützendes Polster offeriert. Die Öffnung des Kniestabilisators entlastet die Kniescheibe zusätzlich. Außerdem bieten zwei Metallgelenke nicht nur laterale, sondern auch maximalen mediale Unterstützung.

Der Kniestabilisator kann beispielsweise nach einer Kniescheiben-Luxation zum Einsatz kommen. Dabei springt bei der herkömmlichen Kniescheiben-Luxation die Patella (Kniescheibe) aus der herkömmlichen Gleitbahn nach außen weg. Es kommt hier sehr oft lädierten Knochen, Knorpeln und Bändern. Meistens ereignet sich vor der Vollendung des 20. Lebensjahres das Erstluxationsereignis. Sehr oft kommt es zu einer ungünstigen Kombination von Komponenten, welche die Luxation fördern. Als Risikofaktor gelten hier aus Sicht der Anatomie X-Beine, ein Ansatz der Patellasehne (Kniescheibensehne), der zu weit außen liegt und eine mangelhaft angelegte Patella. Hier kann nur eine Operation helfen, an deren Anschluss der Kniestabilisator zur postoperativen Bänderunterstützung von Patienten getragen werden kann.

Als ungünstig gilt hinsichtlich des Bandapparates auch ein gelockerter Bandapparat und eine Patella, die hoch stehend ist. Eine Disbalance der inneren und äußeren vorderen Oberschenkelmuskulatur ist ebenfalls Luxation fördernd. Die Möglichkeit einer Kniescheiben-Verrenkung ist umso höher, je mehr Risikofaktoren zusammenkommen. Hier teilt man die Kniescheibestabilität in drei Grade der Instabilität ein. Und zwar in die Patella Luxation, in die Subluxation der Kniescheibe und in die Lateralisation der Patella. Bei der Patellalateralisation rutscht die Kniescheibe im Kniescheibengleitlager zu weit nach außen (lateral). Bei der Suubluxation der Kniescheibe wird die Patella fast ausgerenkt, während ein komplettes Ausrenken der Kniescheibe bei der Luxation der Kniescheibe von statten geht.

Fachleute bezeichnen die erste Kniescheiben Luxation als Kniescheiben Luxation, die traumatisch ist, wenn sie mit einem Unfall einhergeht. Als chronisch-rezidivierende Patella-Luxation werden weitere Luxationen betitelt. Als habituelle Kniescheiben-Luxation betitelt man eine Kniescheiben-Verrenkung, die ohne ein reelles Unfallereignis von statten gegangen ist. Hier hüpft die Patella ohne größere Schmerzen aus ihrem Gleitlager raus und anschließend wieder rein. Diese Instabilität zeigt sich vor allem in den ersten 45-Beugungsgraden.

Nur durch Betrachtung ist eine Patella Luxation zu diagnostizieren. Schließlich springt die Kniescheibe fast immer über die vorgesehene Gleitbahn nach außen hinaus. Dass das Kniescheibenlager leer ist, ist dann sichtbar. Wenn eine Kniescheiben Luxation bereits mehrfach vorgefallen ist, sollte eine Operation dazu dienen, den Kniescheibenverlauf wieder zu korrigieren. Anschließend kann dann der Kniestabilisator helfen, um die Bänder im Knie zu unterstützen.